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Sie sagen also, dass diese Grundstimmung in muslimischen Milieus den Nährboden bietet für Terroristen?
Dziri: Nein, ich habe äusserst selten Sympathien für Terroristen wahrgenommen. Viele Muslime haben selber eine lange Leidensgeschichte und wissen deshalb, wie es den Betroffenen von Gewalttaten geht. Aber lange nicht alle haben die Kompetenz, das Geschehen einzuordnen und Massnahmen zu treffen, um ein weiteres Umsichgreifen solcher Gedanken zu verhindern.
Schmid: Natürlich sind die allermeisten Muslime in der Schweiz klar gegen Gewalt. Diese Position kann auch dazu führen, dass man sagt: Ich habe nichts damit zu tun, es geht mich nichts an. Es gibt jedoch die Erwartung der sogenannten Mehrheitsgesellschaft an die Muslime, dass sie sich dazu äussern und Gegendiskurse lancieren. Die Muslime verstehen das zwar immer besser – viele sind aber frustriert, weil sie mit ihren Stellungnahmen gegen den Radikalismus in der Öffentlichkeit nur wenig gehört werden.
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